Wachstum, was nun?

Sa. 23.11.19, 19.00 Uhr: Wachstum, was nun? (in der VHS)

Regie: Marie-Monique Robin (F 2013) Dokumentation (90 Min)

Wirtschaftswachstum gilt als Wundermittel gegen Krisen. Und so setzen viele Experten bis heute auf schieres Wachstum, um die seit 2008 schwelende Wirtschafts- und Finanzkrise endlich zu überwinden. Doch dieses Wundermittel hat auch Nebenwirkungen…
Filmautorin Marie-Monique Robin („Monsanto“, „Unser täglich Gift“) beleuchtet im vorliegenden Dokumentarfilm die Schattenseiten des ungebremsten Wachstums und zeigt Alternativen für die Bereiche Energie, Landwirtschaft und Finanzwesen.

In Kooperation mit der Gruppe „Gemeinwohl-Ökonomie Göppingen, die für eine Diskussion anwesend sein wird.

 

 

Fr. 29.11.19, 20 Uhr: Livemusik, Filmbeginn 21 Uhr: Soul Kitchen (im Club Bambule)

Regie: Fatih Akim (D 2009) mit Adam Bousdoukos, Moritz Bleibtreu, Birol Ünel (99 Min)

Kneipenbesitzer Zinos ist vom Pech verfolgt: erst zieht seine Freundin Nadine für einen neuen Job nach Shanghai, dann erleidet er einen Bandscheibenvorfall. Als er in seiner Not den exzentrischen Spitzenkoch Shayn engagiert, bleiben auf einmal auch noch die ohnehin schon wenigen Stammgäste aus. Und als wäre das nicht schon genug, taucht auch noch sein leicht krimineller Bruder Illias auf und bittet ihn um Hilfe. Während Zinos noch überlegt, wie er den Laden los wird, um Nadine nach China folgen zu können, locken Musik und die ausgefallene Speisekarte immer mehr Szenepublikum an. Das „Soul Kitchen“ rockt und boomt wie nie zuvor. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse.
SOUL KITCHEN ist ein Heimatfilm der neuen Art: Die Welt ist nicht mehr so heil und das Dorf ist ein Restaurant, der Regisseur heißt Fatih Akin und vor der Kamera versammelt er ein ‚Best Of’ aus seinen früheren Filmen – Adam Bousdoukos, Moritz Bleibtreu und Birol Ünel. Es geht um Familie und Freunde, um Liebe, Vertrauen und Loyalität – und um den Kampf für die Heimat als einen Ort, den es in einer zunehmend unberechenbaren Welt zu schützen gilt.

„Ein Film, der verdammt gute Laune macht. Und das Lebensgefühl einer Szene vermittelt, die es nur hier gibt. Ein Heimatfilm. Und ein Statement von Freunden. (…) Ich habe erlebt, was ich an einem schönen Kinoabend erleben möchte. Ich habe geweint, ich habe mitgefühlt, ich war traurig, ich habe viel gelacht. Also ein großartiger Film. Vielleicht der schönste und beste Film von Fatih Akin.“ ARD ttt

 

Sa. 07.12.19, 20 Uhr: Winterreise (im Club Bambule)

Regie: Hans Steinbichler (D 2006) mit Hanna Schygulla, Josef Bierbichler, Sibel Kekilli (99 Min)

Franz Brenninger hat es zu Ansehen und Vermögen gebracht. Doch Brenninger stößt durch seine Launenhaftigkeit alle vor den Kopf. Mal stark und impulsiv, mal gefangen in sich selbst, steht ihm nur noch seine Frau Martha bei. Als sein Unternehmen kurz vor der Pleite steht, lässt er sich auf ein zweifelhaftes Geschäft mit kenianischen Geschäftsleuten ein. Doch schon bald ist klar: Er steht vor dem Nichts. Wild entschlossen sich auf eigene Faust sein Geld zurückzuholen, tritt er mit der jungen Dolmetscherin Leyla eine Reise nach Kenia an. Eine Reise, die ihn zu sich selbst führen wird…

WINTERREISE ist großes Schauspielerkino: Der renommierte Film- und Theaterschauspieler Josef Bierbichler gibt in einer darstellerischen Tour de Force eine wahre Meisterleistung. An seiner Seite ist Sibel Kekilli in ihrer ersten großen Rolle seit ihrem Durchbruch in Fatih Akins Film GEGEN DIE WAND zu sehen, für den sie u.a. mit dem Deutschen Filmpreis 2004 ausgezeichnet wurde. Schauspiellegende Hanna Schygulla konnte für die Rolle als Brenningers Ehefrau Martha gewonnen werden.

 

 

 

 

Sa. 14.12.19, 20 Uhr: Crazy Heart (in der VHS)

Regie: Scott Cooper (USA 2010) mit Jeff Bridges,  Maggie Gyllenhaal, Colin Farrell

(111 Min)

57 Jahre ist der Countrysänger Bad Blake  mittlerweile alt, der einstiger Ruhm längst verblasst. Seine Musik lallt er nur noch durch Bars und Bowlinghallen. Erst als sein Manager  Blake als Vorsänger für seinen einstigen Protegé, den mittlerweile zum Superstar aufgestiegenen Tommy Sweet, unterbringt, scheint es wieder ein bisschen aufwärts zu gehen. Auch privat läuft es für den notorischen Säufer besser, seit er sich in die rund 20 Jahre jüngere Journalistin Jean verguckt hat. Doch die Mutter des vierjährigen Buddy zögert erst, sich mit dem vierfach geschiedenen Altstar einzulassen. Dann kommt sie Blake trotzdem näher – wohl wissend, dass die Beziehung von Anfang an problembehaftet sein wird…

„Die Geschichte eines abgehalfterten Musikers, der auf seine alten Tage taumelnd durch die Provinz tingelt, ist nicht gerade cineastisches Neuland. Warum Scott Coopers Regiedebüt „Crazy Heart“ aber dennoch unbedingt sehenswert ist, lässt sich problemlos ausmachen: Jeff Bridges liefert derart unangestrengt eine meisterliche Performance, dass die Academy nur schwerlich an ihm vorbei kam. Es könnte sich gar der Gedanke aufdrängen, dass „Crazy Heart“ nur dazu diente, Bridges nach vier Nominierungen endlich seinen ersten Oscar zuzuschanzen. Diese Simplifizierung wäre aber nicht ganz fair, schließlich hat die Verfilmung von Thomas Cobbs gleichnamigem Roman noch wesentlich mehr zu bieten und überzeugt auch abseits von Bridges‘ genialer One-Man-Show als stimmiges Musiker-Drama.“ filmstarts.de

 

 

 

Do. 19.12.19, 20 Uhr: Once (im Club Bambule)

Regie: John Carney (Irl 2008) mit Glen Hansard, Markéta Irglová, Hugh Walsh (85 Min)

Es ist eine Zufallsbekanntschaft mit weitreichenden Auswirkungen: in einer Dubliner Fußgängerzone treffen sich ein talentierter Straßenmusiker  und eine junge Pianistin aus Tschechien. Er träumt davon, ganz groß rauszukommen, ist aber noch weit davon entfernt – tagsüber repariert er im Geschäft seines Vaters Staubsauger, abends spielt er seine Straßenmusik. Sie arbeitet in Gelegenheitsjobs und kann sich noch nicht mal ein eigenes Klavier kaufen, um ihre Musik wenigstens in der Freizeit zu spielen. Sobald das erste gemeinsam interpretierte Stück der beiden jungen Musikern erklingt, ist klar: Hier haben sich die Richtigen gefunden…

„Fazit: „Once“ ist eine Low-Budget-Produktion mit großem Herz, die sich kein kinophiler Musikfreund entgehen lassen sollte. Ein Film darüber, wie Musik Menschen verbindet, das Leben bereichert und verändert. Schade nur, dass selbst die ausdauerndsten Rufe nach einer Zugabe nicht bedacht werden können… Da bleibt nur eins. Nochmal anschauen: Once more.“ filmstarts.de