Programm

Do. 20.07.17, 20 Uhr, im Club Bambule: Die schönen Tage von Aranjuez

Regie: Wim Wenders (D/F 2017) mit Reda Kateb, Sophie Semin, Jens Harzer (98 Min) nach einem Theaterstück von Peter Handke

 

 

Es ist Sommer. Auf einer grün umrankten Veranda, die zu einem prachtvollen Garten führt, sitzen ein Mann und eine Frau an einem Tisch, umgeben von Bäumen, durch deren Blätter gelegentlich eine angenehme Brise weht, während irgendwo in der Ferne Paris liegt. Die beiden unterhalten sich angeregt, es ist ein einziges Fragen und Antworten. Dabei diskutieren sie über allerlei Themen: über die Erfahrungen mit der Liebe, die Kindheit, Erinnerungen, über das Wesen des Sommers. Und darüber, was Männer und Frauen letztendlich in ihrer Wahrnehmung unterscheidet. Und noch während sie im Zwiegespräch vertieft sind, tippt ein Schriftsteller im angrenzenden Haus fleißig neue Dialogzeilen in seine Schreibmaschine. Ob er sich gerade das Gespräch ausdenkt, das die beiden im Garten führen? Oder ist es umgekehrt?

Kurze Gastrollen: Nick Cave und Peter Handke.


Do. 27.07.17, 20 Uhr, im Club Bambule: Lion Der – lange Weg nach Hause

Regie: Garth Davis (USA/Austr/GB 2017) mit Dev Patel, Rooney Mara, Nicole Kidman (118 Min)

Mit fünf Jahren wird der kleine indische Junge Saroo von seiner Familie getrennt, woraufhin er sich schließlich tausende Meilen von Zuhause entfernt und verwahrlost in Kalkutta wiederfindet. Nach dieser beschwerlichen Odyssee nehmen ihn Sue und John Brierley, ein wohlhabendes australisches Ehepaar, das ihn in ihrer Heimat wie seinen eigenen Sohn aufzieht. Doch seine Wurzeln hat Saroo nie vergessen und so macht er sich als junger Mann mit Hilfe seiner trüben Erinnerungen und Google Earth auf die Suche nach seiner wahren Mutter. Während seiner Reise in die eigene Vergangenheit hofft er endlich auf jenes Dorf zu treffen, das sich mit seinen Erinnerungen ans Vergangene deckt…

„Regisseur Garth Davis nimmt den Zuschauer gefangen und schickt ihn in ein Wechselbad der Gefühle. Sollte es tatsächlich jemanden geben, dem es gelingt, das Kino nach „Lion – Der lange Weg nach Hause“ trockenen Auges zu verlassen, dann muss derjenige ein Herz aus Stahl haben.“ cinema.de



Open Air Kino im Innenhof Amtsgericht/Schloßhof:

Zum fünften Mal findet vom 3. bis 5. August das Göppinger Open-Air-Kino „Film und Musik am Schloss“ statt. Der Vorverkauf startet Anfang Juli beim i-Punkt im Rathaus.

Do, 3.8.2017, 21.30 Uhr

Wilde Maus

Regie: Josef Hader (Österreich/D 2017), mit Josef Hader, Pia Hierzegger, Jörg Hartmann (103 Min)

(ab 19.00 Uhr Livemusik auf dem Schlossplatz mit Bewirtung durch das Caffe Bozen)

Ein für seine zugespitzten Musikkritiken berüchtigter Redakteur einer Wiener Tageszeitung wird im Zuge von Sparmaßnahmen entlassen und stürzt in eine Midlife-Crisis. Während seine Frau ihn mit dem Wunsch nach einem Kind zusätzlich unter Druck setzt, versucht der geschasste Kritiker seine ohnmächtige Wut mit der Reparatur einer maroden Achterbahn und Racheaktionen gegen seinen früheren Chef zu betäuben. Der Titel „Wilde Maus“ spielt nicht nur symbolisch auf einen durchgedrehten kleinen Angestellten an, sondern auf den Eindruck in der gleichnamigen Achterbahn, jederzeit aus der Kurve zu fliegen.

Pointierte Tragikomödie als Regiedebüt des Schauspielers und Kabarettisten Josef Hader, der lustvoll zwischen unterschiedlichen Tonlagen wechselt.


Fr, 4.8.2017, 21,30 Uhr

Paterson

Regie: Jim Jarmusch (USA 2016), mit Adam Driver, Golshifteh Farahani, Rizwan Manij, (118 Min)

(ab 19.00 Uhr Livemusik auf dem Schlossplatz mit Bewirtung durch das Caffe Bozen)

Paterson arbeitet als Busfahrer in einer Kleinstadt, die genauso heißt wie er selbst: Paterson im US-Bundesstaat New Jersey. Jeden Tag geht er dort seiner Routine nach – er fährt dieselbe Route, beobachtet dabei das Geschehen und hört Bruchstücke von Gesprächen seiner Passagiere. In seiner Mittagspause setzt er sich in einen Park und schreibt Gedichte in sein kleines Notizbuch. Am Abend geht er mit seinem Hund spazieren, bindet ihn vor einer Bar an und trinkt exakt ein Bier. Anschließend kehrt er nach Hause zurück, zu seiner künstlerisch ambitionierten Frau Laura, die im Gegensatz zu ihm immer wieder neue Projekte startet – vom Muffin-Backen über E-Gitarre-Spielen bis hin zum Umdekorieren des Hauses, in dem überall ihr schwarz-weißes Lieblingsmuster zu finden ist.

„Jim Jarmuschs bewegendes Außenseiter-Porträt „Paterson“ ist von überbordender Schönheit, eine stille, lebensnahe Charakterstudie über einen heimlichen Poeten, die einen unwiderstehlichen Sog entwickelt.“ (filmstarts)  


Sa, 5.8.2017, 21.30 Uhr

Das brandneue Testament

Regie: Jaco van Dormael (B, F, Lux), mit Benoit Poelvoorde, Yolande Moreau, Catherine Deneuve (115 Min)

(ab 19.00 Uhr Livemusik auf dem Schlossplatz mit Bewirtung durch das Caffe Bozen)

Gott ist ein Bürger Belgiens und führt ein ganz normales, ziviles Leben mit Frau und Kind in Brüssel. Und so normal wie sein Leben sind auch seine familiären Probleme: Die Auswirkungen eines Streits mit Tochter Ea führen zu einem unglaublichen Chaos, als sich Ea in den Computer ihres Vaters hackt. Sie hat nämlich genug vom despotischen Verhalten des Allmächtigen und seinen Launen, die er in Form von Kriegen und Naturkatastrophen immer wieder auf die Menschheit herunterprasseln lässt. Und so durchkreuzt sie die Allmacht ihres Vaters, indem sie seine geheime Datei mit den Todesdaten aller Menschen öffnet und diese ganz persönliche Information jedem Sterblichen per SMS zukommen lässt. Prompt drehen die Menschen durch und Ea sieht ihre Chance gekommen, inmitten dieses Chaos ein brandneues Testament zu etablieren. Aber Gott findet sich mit der Revolte seiner Tochter natürlich nicht einfach so ab.

„Jaco Van Dormael inszeniert mit „Das brandneue Testament“ eine originelle und äußerst unterhaltsame Komödie, die vor schrägen Ideen und köstlichen Situationen nur so strotzt.“ (filmstarts)


Vorschau:

Do. 07.09.17, 20 Uhr, im Club Bambule: Harry Belafonte – Sing your Song