Programm

Die Vorstellungen sind aufgrund der aktuellen Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie abgesagt.

Wir möchten hier jedoch unser ursprünglich gedachtes Programm vorstellen.

Außerdem wollen wir auf den Salzgeber- Verleih und dessen Streaming-Angebot hinweisen: https//vimeo.com/salzgeber

Wer genug hat von Netflix, Amazon, Disney+ oder Joan sollte Filmfriends ausprobieren. Weitere Infos und einen kostenlosen Zugang bekommen sie bei der Stadtbibliothek Göppingen: https://stadtbibliothek.goeppingen.de


Fr. 10.04.21 20 Uhr: Vom Gießen des Zitronenbaums (im Alten-E-Werk) 
Regie: Elia Suleiman (Kat. D. Can. Tr. Pal., 2019) 102 Min.

Als Nachbarn sich wieder an seinem Zitronenbaum bedient haben, ist für Elia das Fass voll: Er verlässt seine Heimat Nazareth und macht sich auf in die  weite Welt auf die Suche nach einem neuen Zuhause. Er besucht die Länder, in denen Frauen nichts zu befürchten haben, die Kunst frei ist und es öffentliche Parks gibt.So bekommt er es in Paris und New York mit aggressiven Parkbesuchern, Polizisten auf Rollern und bewaffneten Spaziergängern zu tun. Wo er sich über die Absurditäten anfangs noch wundert, wird ihm alles doch zu skuril. Egal, wohin er auf der Welt kommt, etwas erinnert ihn immer an Palästina.


Sa. 22.5.21, 20 Uhr: Die obskuren Geschichten eines Zugreisenden

Regie: Aritz Moreno (Spanien 2020) mit Luis Tosar, Pilar Castro, Ernesto Alterio (103 Min)

In dieser skurril-surrealen Tragikomödie trifft eine Ärztin im Zug auf einen Psychiater, der ihr aus heiterem Himmel anfängt, die irrsten Geschichten seiner Patienten zu erzählen. Mit farbenreicher Ausstattung, einem spielfreudigen Ensemble und einem gewitzten Drehbuch inszeniert Aritz Moreno eine herrliche surrealistische Groteske, die ihresgleichen sucht!

Helga Pato (Pilar Castro) sitzt im Zug. Sie befindet sich auf dem Rückweg nach Madrid von der Psychiatrie, in die sie ihren Mann hat einweisen lassen. Vor ihr sitzt ein Fremder, der sie aus heiterem Himmel fragt: „Willst du, dass ich dir mein Leben erzähle?“ Der Fremde heißt Ángel Sanaugustín (Ernesto Alterio) und ist Psychiater. Er arbeitet in derselben Klinik, in die Helga ihren Mann hat einweisen lassen. Ángel beginnt also, aus seinem Leben zu erzählen, während Helga baff vor ihm sitzt und mit erstaunt geöffnetem Mund und ungläubig geweiteten Augen zuhört: er erzählt von seinem ungewöhnlichsten Fall. Was erst wie eine Zufallsbegegnung wirkt, stellt sich schon bald als zukunftsweisendes Treffen heraus, das nicht nur Helgas Leben verändern wird, sondern auch dasjenige der Figuren aus Ángels kuriosen Geschichten. Ein wahrhaftig sehr obskurer Ausflug in surreale Welten, der durch seinen Einfallsreichtum und Liebe zum Detail besticht!


Fr. 12.06.21 20 Uhr: Leon der Profi (im Alten-E-Werk)
Regie: Luc Besson,  (F, 1995), 103 Min.

Léon verdient sein Geld als Auftragskiller, der im Dienst der New Yorker Italo-Mafia steht. Doch auch wenn er im Laufe seiner Karriere bereits zahlreiche Menschen kaltblütig ermordete, lebt auch er nach gewissen Regeln: Keine Frauen, keine Kinder. Das gilt lange Zeit auch für sein Privatleben, das der Killer in Einsamkeit verbringt – bis eines Tages Mathilda in sein Leben tritt. Das Mädchen wohnt mit ihrer Familie nebenan, doch weder ihre Mutter noch ihr Vater, der für den korrupten Polizisten Norman Stansfield Drogen versteckt hält, schert sich einen Dreck um die 12-Jährige. Als sich Stansfield von Mathildas Vater hintergangen fühlt, beseitigt dieser deswegen gleich seine ganze Familie – bis auf Mathilda. Die findet Unterschlupft bei ihrem Auftragskiller-Nachbarn, bei dem sie fortan in die Lehre gehen will. Denn vor allem für den Tod ihres kleinen, unschuldigen Bruders will sich Mathilda rächen.


Sa. 17.7. Über die Unendlichkeit
Regie: Roy Andersson (Schweden/D/Norwegen 2019) mit Martin Serner, Jessica Lothander, Tatjana Delaunay, Anders Hellström, Jan Eje Ferling, Bent Bergius, Thore Flygel (78 Min)
 Mit seinem neuen Film ÜBER DIE UNENDLICHKEIT fügt der vielfach ausgezeichnete Regisseur Roy Andersson seinem Werk ein neues Meisterwerk hinzu, ein filmisches Nachdenken über das menschliche Leben in all seiner Schönheit und Grausamkeit, seiner Pracht und seiner Einfachheit.
In ÜBER DIE UNENDLICHKEIT nimmt uns ein unverzagter Erzähler an die Hand und lässt uns traumgleich umherschweifen. Scheinbar nichtige Augenblicke verdichten sich zu intensiven Zeit-Bildern und stehen auf Augenhöhe mit historischen Ereignissen: Ein Liebespaar schwebt über das vom Krieg zerfressene Köln; auf dem Weg zu einem Kindergeburtstag muss ein Vater mitten in einem Wolkenbruch seiner Tochter die Schuhe binden; junge Mädchen beginnen einen Tanz vor einem Café und eine geschlagene Armee marschiert mutlos zu einem Gefangenenlager.