Programm

Sa. 22.02.20, 20 Uhr: The Last Movie (in der VHS)

Regie: Dennis Hopper (USA 1971) mit Dennis Hopper, Stella Garcia, Don Gordon
(108 Min)
Ein amerikanisches Filmteam kommt in ein Indio-Dorf in Peru, um dort die Geschichte von Billy the Kid zu verfilmen. Die Einheimischen sind von dem Treiben der Filmleute und besonders vom Stunt-Koordinator Kansas  beeindruckt, der sich wie ein General verhält. Als einer der Schauspieler bei den Dreharbeiten tragisch ums Leben kommt, wird das Projekt abgebrochen. Nur Kansas, der in dem Dorf das Paradies auf Erden sieht, bleibt bei den Einheimischen zurück und kommt mit einer jungen Frau zusammen. Nach dem Abzug des Teams imitieren die Indianer eigene Dreharbeiten mit selbst zusammengebastelten Kameras aus Holz. Kansas soll ihnen bei ihrem Dreh zur Seite stehen. Dabei verschwimmen Realität und Simulation zusehends. Bald fallen echte Schüsse und aus dem Spiel wird Wirklichkeit…
Peter Bradshaw schrieb 2018 in The Guardian, Hoppers Film sei ein „brillantes, berauschendes Abenteuer an Ideen“
Filmdienst: „Ein wild verschachtelter und mit einer Vielzahl experimenteller Einfälle durchsetzter Film über den Mythos Film; zugleich eine wütende Abrechnung mit dem Hollywood-System.“


Sa. 29.02.20, 20 Uhr: Western  (im Club Bambule)


Regie: Valeska Grisebach (Bulg/D/Au) mit
Meinhard Neumann, Reinhardt Wetrek, Syuleyman Alilov Letifov, Veneta Frangipova  (121 Min)
Bulgarien nahe der griechischen Grenze: Eine Gruppe deutscher Bauarbeiter kommt im Niemandsland an, um ein Kraftwerk zu bauen, für das ein Fluss umgeleitet werden muss. Die Männer um Vorarbeiter Vincent  können weder Englisch, noch Bulgarisch. Einer von den Neuankömmlingen ist Meinhard, der wie seine Kollegen in einer frisch errichteten Bauarbeitersiedlung wohnt. Die Arbeiten am Wasserkraftwerk dauern länger als geplant, weil der Nachschub fehlt – das Wasser reicht nicht mal, genug Beton anzurühren. Meinhard, der in den Bergen ein Pferd gefunden hat, ist ein bisschen anders als die anderen: Während die keinen Kontakt zu den Bulgaren wollen, reitet er ins Dorf, wo er Einheimische kennenlernt. Der örtliche Steinbaron Adrian und Meinhard freunden sich langsam an, obwohl sie die Sprache des anderen kaum verstehen…
„Ein Trupp deutscher Bauarbeiter auf Montage im bulgarischen Hinterland dient Valeska Grisebach in ihrem erst dritten und erneut hervorragenden Film als Anknüpfungspunkt für eine kluge Ergründung von Genrekonventionen und Kommunikationsstrukturen vor dem Hintergrund kultureller Unterschiede. Von Laien gespielt, aus der Wirklichkeit geschöpft, unmittelbar und wahr.“ epd-Film
Deutsche Filmkritiker wählten „Western“ zum besten Film 2017


fr  06.03.20  20 Uhr: Film & Lyrik! Das Leben der Boheme & Juha (im alten E-Werk Göppingen)

Eine Veranstaltung von und mit dem Odeon Göppingen
Karten erhältlich über https://www.odeon-goeppingen.de/

Aki Kaurismäki beleuchtet das  Leben der Pariser Bohème. Erneut sind es die traurig-schönen Schwarzweißbilder und der gewohnt lakonische Humor, der diesem filmischen Juwel den Glanz verleiht. Kaurismäki erweist den französischen Werken der dreißiger Jahre seine Referenz sowie Francois Truffaut
Ménage à trois: Der alte Bauer Juha ist mit seiner Pflegetochter Marja verheiratet, doch der Nachtclubbesitzer Shemeikka spannt ihm die Frau aus. Mit der typisch finnischen Langsamkeit reagiert Juha und will das Mädchen zurückerobern. …


sa 14.03.20  20 Uhr: Das Wunder von Wörgl (in der VHS)
Regie: Urs Egger (D, A 2019),  92 Min.
Weil im Jahr 1932 niemand das Amt des Bürgermeisters der Tiroler Gemeinde Wörgl übernehmen will, entscheidet das Los. Der kränkliche Lokführer Michael Unterguggenberger (Karl Markovics) geht hierbei schließlich als „Sieger“ hervor. In Zeiten der Weltwirtschaftskrise steht auch Wörgl kurz vor dem Bankrott. Die Bürger versuchen zu sparen, wo es nur geht, doch die Lage wird dadurch nur noch mehr verschärft. Unterstützt von seiner Frau Rosa (Verena Altenberger) startet Unterguggenberger ein wagemutiges Unterfangen: Er will sein eigenes Geld drucken, das an Wert verlieren soll, wenn es nicht ausgegeben wird. Schließlich schafft es Unterguggenberger, seine Idee durchzusetzen. Dem Wörgler Bürgermeister gelingt es so tatsächlich, die Arbeitslosigkeit zu beseitigen und den sozialen Frieden herzustellen…

do 19.03.20    20 Uhr: Straight outta Compton (im Club Bambule)
Regie: F. Gary Gray (USA 2015) 147 Min.
Die Stadt Compton im Süden von Los Angeles gehört zu den Gegenden mit den höchsten Kriminalitätsraten der USA. Drogenhandel und Ganggewalt sind hier an der Tagesordnung. Die scheinbar aussichtslose Lage veranlasst Mitte der 80er Jahre fünf junge Männer, ihren brutalen Alltag mittels Musik zu verarbeiten. Unter ihren Künstlernamen Dr. Dre, Ice Cube, MC Ren,  Eazy-E  und DJ Yella gründen sie gemeinsam die Hip-Hop-Gruppe N.W.A.
Mit harten Beats und ebenso ehrlichen wie kontroversen Texten sorgen sie für großes Aufsehen und ecken vor allem auch bei der Polizei gehörig an.

do  28.03.20   20 Uhr: Halbe Hütte (in der VHS)
Regie: Andreas Geiger (D 2019), 55 Min
Was passiert, wenn einem etwas weggenommen wird, das man als sein Eigentum ansieht? Andreas Geiger hat in seinem schwäbischen Heimatort Donzdorf bei Göppingen eine Wiese mit einer Hütte am Waldrand geerbt. Es stellt sich heraus, dass die Hälfte der Hütte auf dem Grundstück des Nachbarn steht, denn der Großvater hatte sich beim Hüttenbau um rund vier Meter vertan. Der nun folgende Rechtsstreit zwischen der Familie Geiger und dem Besitzer des Nachbargrundstücks wird zum Politikum in der Kleinstadt. Humorvoll und persönlich erzählt die Dokumentation von einem skurrilen Grenzstreit.

do 02.04.20   20 Uhr: Männer im Wasser (im Club Bambule)
Regie:  Mans Herngreni, (S 2010) 100 Min.

Der arbeitslose und frisch geschiedene Sportjournalist Fredrik und seine Kumpels spielen regelmäßig Hockey, aber nun macht eine weibliche Nachwuchsmannschaft ihnen die Trainingshalle abspenstig. Das war‘s dann, ohne Halle kein Hockey. Doch Fredrik will sich mit dem Ende der sportlichen Tätigkeit nicht zufrieden geben und beweisen, dass auch mit Männern mittleren Alters zu rechnen ist. Aus einem Jux bei einem Junggesellenabschied – die Kumpels führen in Badeanzügen ein absurdes Wasserballett auf – wird alsdann ambitionierter Ernst.


Sa. 4.4.20  20 Uhr: Mustang (in der VHS)

„In Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Göppingen, im Rahmen der Ausstellung „Mit dem Malstift gegen die geraubte Kindheit“

Mustang ist ein vielfach ausgezeichnetes Filmdrama der türkischen Regisseurin Deniz Gamze Ergüven aus dem Jahr 2015, das in türkisch-französisch-deutscher Koproduktion entstand. Der Film schildert aus der Perspektive der jüngsten Schwester das Leben fünf junger Schwestern, die bei ihrer Großmutter in einem abgelegenen türkischen Dorf aufwachsen. Nicht immer gelingt es ihnen, durch trickreiche Manöver ihre Lebensfreude und durch Ausreißen ihre Freiheit gegen die Einschränkungen einer repressiven, patriarchal geprägten Gesellschaft zu verteidigen.
Der Film hatte am 19. Mai bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2015 Premiere und lief am 25. Februar 2016 in den deutschen Kinos an.


do 11.04.20 20 Uhr: Leon der Profi (im Club Bambule)
Regie: Luc Besson,  (F, 1995), 103 Min.

Léon verdient sein Geld als Auftragskiller, der im Dienst der New Yorker Italo-Mafia steht. Doch auch wenn er im Laufe seiner Karriere bereits zahlreiche Menschen kaltblütig ermordete, lebt auch er nach gewissen Regeln: Keine Frauen, keine Kinder. Das gilt lange Zeit auch für sein Privatleben, das der Killer in Einsamkeit verbringt – bis eines Tages Mathilda in sein Leben tritt. Das Mädchen wohnt mit ihrer Familie nebenan, doch weder ihre Mutter noch ihr Vater, der für den korrupten Polizisten Norman Stansfield Drogen versteckt hält, schert sich einen Dreck um die 12-Jährige. Als sich Stansfield von Mathildas Vater hintergangen fühlt, beseitigt dieser deswegen gleich seine ganze Familie – bis auf Mathilda. Die findet Unterschlupft bei ihrem Auftragskiller-Nachbarn, bei dem sie fortan in die Lehre gehen will. Denn vor allem für den Tod ihres kleinen, unschuldigen Bruders will sich Mathilda rächen.


sa 16.04.20  20 Uhr: Vom Gießen des Zitronenbaums (in der VHS) 
Regie: Elia Suleiman (Kat. D. Can. Tr. Pal., 2019) 102 Min.

Als Nachbarn sich wieder an seinem Zitronenbaum bedient haben, ist für Elia das Fass voll: Er verlässt seine Heimat Nazareth und macht sich auf in die  weite Welt auf die Suche nach einem neuen Zuhause. Er besucht die Länder, in denen Frauen nichts zu befürchten haben, die Kunst frei ist und es öffentliche Parks gibt.So bekommt er es in Paris und New York mit aggressiven Parkbesuchern, Polizisten auf Rollern und bewaffneten Spaziergängern zu tun. Wo er sich über die Absurditäten anfangs noch wundert, wird ihm alles doch zu skuril. Egal, wohin er auf der Welt kommt, etwas erinnert ihn immer an Palästina.


sa  25.04.20   20 Uhr: Streik (in der VHS)
Regie: Stephane Brize (F 2019) 113 Min.

Im südfranzösischen Aden unterzeichnete der  Automobilzulieferer Perrin Industry, der 1.100 Angestellte führt, eine Vereinbarung, laut der die leitenden Angestellten und Arbeitnehmer, eine Lohnkürzung in Kauf zu nehmen müssen, damit das Unternehmen gerettet werden kann. Immerhin gilt die Firma als einziger größerer Arbeitgeber der Region. Dafür gab Perrin Industry das Versprechen, dass die Arbeitsplätze für die kommenden fünf Jahre gesichert seien. Doch nun entschloss sich das Unternehmen für eine Schließung. Die Arbeiter, angeführt von ihrem Sprecher Laurent Amédéo, lehnen das Unvermeidliche ab und versuchen, ihre Arbeitsplätze mit aller Kraft zu retten. Doch selbst Zugeständnisse bei Lohn und Arbeitszeiten scheinen nichts an der Situation zu ändern…


Sa. 02.05.20, 20 Uhr: So Long, my Son (VHS)

Regie: Wang Xiaoshuai (China 2019) mit Wang Jing-chun, Yong Mei, Qi Xi (185 Min)
Einst waren sie eine glückliche Familie, bis ihr Sohn beim Spielen am Rückhaltebecken eines Staudamms ertrank. Yaojun und Liyun verlassen die Heimat, tauchen in die grosse Stadt ein, wo sie niemand kennt und sie nicht einmal den Dialekt der Einwohner verstehen. Auch Adoptivsohn Liu Xing bringt nicht den erhofften Trost. Trotzig verweigert er sich den fremden Eltern und verschwindet eines Tages ganz. Immer wieder werden die Eheleute von ihren Erinnerungen eingeholt und kehren schliesslich an den Ort der verlorenen Hoffnungen zurück. Das Familienepos umschliesst drei Jahrzehnte chinesischer Geschichte. Privates und Politisches verschmelzen, das Individuum gerät ins Getriebe einer Gesellschaft im permanenten Wandel. So führt der Film vom Aufbruch nach der Kulturrevolution in den 1980er-Jahren bis in den prosperierenden Turbokapitalismus der Gegenwart und ist dabei Zeitkritik und Melodram zugleich. In grossen Tableaus macht er die tiefen Narben unter der Oberfläche einer scheinbar bruchlosen Erfolgsstory sichtbar.
„Dass das so sehr berührt, liegt in erster Linie an dem grandiosen Cast, aus dem die beiden Hauptdarsteller Jing-chun Wang („Feuerwerk am helllichten Tage“) und Mei Yong („The Assassin“) sogar noch einmal herausragen: Trotz ihrer tiefen Traurigkeit tragen sie den Film mit einer Energie, die aus purer Menschlichkeit zu bestehen scheint und die selbst dann noch ganz leicht Hoffnung hindurchschimmern lässt, wenn Liu Yaojun an einer Stelle gänzlich unsentimental und kein bisschen verbittert feststellt: „Für uns ist die Zeit längst stehengeblieben. Jetzt warten wir nur noch darauf, alt zu werden.““ filmstarts.de


„von Filmriss & Kopfkino 7.5. – 7.7.2020 Filme & Ausstellung“

Do. 7.5. 18:30, Christophsbad im „Herrensaal“ Eröffnungsveranstaltung mit Einführung von Ilse Eichenbrenner (DPSG e.V.) und Häppchen, im Anschluss

Berlin Calling

Regie: Hannes Stöhr, D 2008, ca. 100 Minuten, mit Paul Kalkbrenner, Rita Lengyel, Corinna Harfouch
Drogen und Musik – die beiden Dinge treiben DJ Ickarus (Paul Kalkbrenner) an. Sind es gar die illegalen Substanzen, die sein volles kreatives Potential erst zur Entfaltung bringen? Gerade werkelt er an einem neuen Album, bei dessen Fertigstellung Freundin und Managerin Mathilde (Rita Lengyel) hilft. Als Ickarus nach einem Auftritt im Club einen völligen Zusammenbruch erleidet, wird er in die Psychiatrie eingeliefert und dem Polytoxikomanen dort dringend zu einer Entziehungskur geraten. Nach einigem Zögern willigt er ein, da ihm seine Ärztin Prof. Petra Paul (Corinna Harfouch) erlaubt, in der offenen Station weiter an seinem Album zu arbeiten. Doch er wird rückfällig und isoliert sich zunehmend…


Sa. 16.5. 20:00, VHS,“4 Könige“

Regie: Theresa von Eltz, D 2015, ca. 104 Minuten, mit Jella Haase, Paula Beer, Moritz Leu, Jannis Niewöhner
Weihnachten, die Zeit der Besinnlichkeit und Freude, aber auch der großen Familiendramen – in vier Familien eskalieren die Konflikte kurz vor den Feiertagen und so finden sich die gänzlich verschiedenen Teenager Lara (Jella Haase), Alex (Paula Beer), Fedja (Moritz Leu) und Timo (Jannis Niewöhner) über Weihnachten in der Jugendpsychiatrie wieder. Jeder hat seine ganz eigene Geschichte, seine ganz eigenen Sorgen mitgebracht und nun sollen sie diese ausgerechnet in dieser emotionsgeladenen Jahreszeit mit Hilfe des unkonventionellen Psychiaters Dr. Wolf (Clemens Schick) akzeptieren und klären, um wieder zu ihren Familien zurückkehren zu können. Traurigkeit und Frust beherrschen zunächst die Stimmung der Patienten, die nicht nur mit sich selbst, sondern auch miteinander klarkommen müssen, doch dann entdecken sie langsam auch die guten Seiten ihrer ungewöhnlichen Situation. Für die vier Jugendlichen wird es ein aufreibendes, aber auch ein sehr bewegendes und vor allem ein unvergessliches Weihnachtsfest.


Do. 21.5. 20:00, Club Bambule, „I’m a Cyborg, but that’s o.k.“

Regie: Park Chan-Wook, SK 2008, ca. 105 Minuten, Mit Lim Soo-Jung, Rain, Oh Dal-soo
Young-goon (Su-jeong Lim) und Il-sun (Rain) sind Insassen einer Nervenheilanstalt. Il-sun versteckt sein Gesicht die meiste Zeit über hinter einer Maske. Er hat Angst, dahinter gar kein eigenes Gesicht zu haben. Um seine Furcht zu kompensieren, ist er kleptoman geworden, aber auf ausgefallene Art: er klaut den Geisteskranken um sich herum ihre interessantesten Macken, die er zuvor mit äußerst scharfem Auge beobachtet hat.
Young-goon kommt in die Psychiatrie, weil sie glaubt, ein Cyborg zu sein. Ist das wirklich so ungewöhnlich, wo sie doch am Fließband arbeitet? Da sie denkt, dass sie anstelle innerer Organe nur noch Hochleistungselektronik im Körper hat, benötigt sie permanent Strom. Deswegen verweigert sie in der Anstalt die Aufnahme gewöhnlicher Nahrung – lieber leckt sie an Batterien. Was Young-goon neben mangelnder Stromversorgung ihrer Ansicht nach außerdem behindert, sind Überbleibsel von Gefühlen…


Sa. 6.6. 20:00, VHS, „Eleanor & Colette“

Regie: Bille August , D/B 2018, ca. 115 Minuten, Mit Helena Bonham Carter, Hilary Swank, Jeffrey Tambor
Eleanor Riese (Helena Bonham Carter) ist an paranoider Schizophrenie erkrankt, kann jedoch mit Medikamenten ein selbstständiges Leben führen. Allerdings bereiten ihr die Medikamente starke Nebenwirkungen, weswegen sie selbst über die richtige Dosierung bestimmen möchte. Weil sich ihre Ärzte jedoch weigern, ihr das zuzugestehen, sieht Eleanor keine andere Möglichkeit, als vor Gericht zu ziehen. Sie heuert die Anwältin Colette Hughes (Hilary Swank) an und legt sich gemeinsam mit ihr mit Pharmaindustrie und Medizinern an, was einem ziemlich aussichtlosen Unterfangen gleichkommt. Doch tatsächlich schaffen es Eleanor und Colette, den Fall bis vor den obersten Gerichtshof der USA zu bringen. Unterdessen werden die ungleichen Frauen nach und nach zu Freundinnen und die exzentrische, aber charmante Eleanor sorgt dafür, dass die verkniffene Colette langsam ein wenig auftaut…


Do. 11.6. 20:00, Club Bambule, „K-pax“

Regie: Iain Softley, USA (2002) , ca. 120 Minuten, Mit Kevin Spacey, Jeff Bridges, Mary McCormack
Plötzlich ist er aus dem Nichts da: Prot (Kevin Spacey) hat nicht nur einen ungewöhnlichen Namen, sondern überrascht auch durch seine Resistenz gegenüber allen möglichen Medikamenten. Außerdem weiß er erstaunlich viel über Astrophysik und Religionsmystik. Er behauptet von dem Planeten K-Pax zu stammen und wird deswegen in die Psychiatrie eingewiesen. Dort möchte Dr. Mark Powell (Jeff Bridges) Prot gerne als Spinner entlarven, während der sich schon auf die Reise zu seinem Heimatplaneten vorbereitet. Da der wunderliche neue Insasse sympathisch ist und eine überlegene Ruhe ausstrahlt, glauben die anderen Patienten seine Geschichte und konkurrieren darum, wer von ihnen in einigen Wochen mit ihm nach K-Pax reisen darf…


Do. 18.6. 20:00, Club Bambule, „Shutter Island“

Regie: Martin Scorsese, USA (2009), ca. 137. Minuten, Mit Leonardo DiCaprio, Mark Ruffalo, Ben Kingsley
US-Marshal Teddy Daniels (Leonardo DiCaprio) hat mit Chuck Aule (Mark Ruffalo) einen neuen Partner. Die zwei Ermittler reisen nach Shutter Island, einer abgelegenen Insel vor der US-Ostküste, auf der Gewaltverbrecher einsitzen. Eine Patientin (Emily Mortimer) ist verschwunden, ihren Verbleib gilt es zu klären. Doch als die Bundesbeamten die Anstalt erreichen, stoßen sie auf eine Mauer des Schweigens. Der ärztliche Leiter Dr. Cawley (Ben Kingsley) verweigert den Cops die Akteneinsicht und seine Mitarbeiter antworten nur widerwillig. Schnell finden Daniels und Aule heraus, dass die entflohene Patientin Hilfe bei ihrem Entkommen hatte. Irgendetwas stimmt nicht auf der Insel, da ist sich der Marshal sicher. Er vermutet, dass im Ashecliffe Hospital geheime Experimente an lebenden Patienten durchgeführt werden. Ferner macht ihm immer noch der Tod seiner geliebten Frau Dolores (Michelle Williams) zu schaffen, die in ihrem Appartement bei einem Brand erstickte…


Sa. 27.6. 20:00, VHS, „Nebel im August“

Regie: Kai Wessel, D/A 2016, ca. 126 Minuten, mit Sebastian Koch, Fritzi Haberlandt, Ivo Pietzcker

Im Nazi-Deutschland ist Euthanasie bittere Realität – wer nicht der nationalsozialistischen Rassenideologie entspricht, wird in Heimen weggesperrt, in denen systematische Tötung an der Tagesordnung ist. So soll es auch dem 13 Jahre alten Ernst Lossa (Ivo Pietzcker) ergehen, einem Kind fahrender Händler. Der aufgeweckte und rebellische Junge hat einige Zeit in verschiedenen Heimen verbracht, wo er schließlich als nicht erziehbar eingestuft wurde. Daraufhin landet er in einer von Dr. Walter Veithausen (Sebastian Koch) geleiteten Nervenheilanstalt, in der ihm schon wenig später klar wird, dass dort Menschen getötet werden. Als auch ihm dasselbe Schicksal wie vielen anderen Kindern droht, versucht er auszubüxen. Gemeinsam mit seiner ersten großen Liebe Nandl (Jule Hermann) plant er die Flucht…

Basierend auf dem gleichnamigen Tatsachenroman von Robert Domes.