Man of Integrety

Do. 16.01.20, 20 Uhr: Man of Integrety (im Club Bambule)

Regie: Mohammad Rasoulof (Iran 2019) mit Reza Akhlaghirad, Soudabeh Beizaee, Nasim Adabi (117 Min)
Reza hat sich aus dem moralischen Sumpf der Stadt zurückgezogen und führt mit seiner Frau und seinem Kind ein beschauliches Leben als Fischzüchter in einem Dorf im Norden Irans. Doch auch auf dem Land herrschen Korruption und Gewalt. Ein Großfabrikant, der beste Beziehungen zur Regierung unterhält, zwingt die lokalen Bauern und kleinen Unternehmer mit allen Mitteln in ein Netz der Abhängigkeit. Reza ist fest entschlossen, sich dem Filz fernzuhalten – doch eines Tages sind seine Fische tot. Eindrücklich erzählt der Film, wie korrupte Kartelle aus Macht und Geld das Leben im Iran beherrschen.
„Als Mohammad Rasoulof 2017 zum letzten Mal in seinem Heimatland am Flughafen Teheran landete, nahm das Sicherheitspersonal ihm seinen Pass ab. Der iranische Regisseur war gerade aus Cannes zurückgekehrt, wo sein Film „A Man of Integrity“ (Originaltitel: Lerd) den Hauptpreis der Kategorie „Un Certain Regard“ gewonnen hatte. Bis heute darf er das Land nicht verlassen. (…) Der Regisseur betont, dass Rezas Geschichte nicht seine eigene ist. Die Wut, vielleicht. Der Kampf gegen den repressiven Staat und die Korruption offensichtlich auch. Für wie integer hält Rasoulof sich selbst? „Bislang für ziemlich integer“, sagt er. Aber das Resultat sehe man ja: Er lebt getrennt von seiner Familie, die in Hamburg wohnt, und darf das Land nicht verlassen. Es ist eine weitere Parallele zu seinem Protagonisten: Der Kampf gegen das Regime macht einsam.“ Spiegel-online