HOWL

Do. 06.12.18, 20 Uhr: Allan Ginsberg – Howl (im Club Bambule)

Regie: Jeffrey Friedman und Rob Epstein (USA 2010) mit James Franco und Mary-Louise Parker (90 Min)

Howl – Das Geheul“ spürt dem Mythos des Gedichtes von Allen Ginsberg nach, das nach seiner Veröffentlichung in den 1950er Jahren zum einen für Empörung sorgte, andererseits aber eine große Gefolgschaft begründete.

Er gilt als einer der Begründer und wichtigster Vertreter der Beat-Generation: Allen Ginsberg. 1955 schrieb er Howl, ein Gedicht, das derart intensiv und ungewöhnlich Ausdruck seiner kritischen Auseinandersetzung mit der Eltern-Generation verlieh, dass es konservative Kräfte auf den Plan rief, die Howl als obszöne Literatur verschrien. 1957 kam es dann zu einem Beispiel gebenden Gerichtsprozess, in dessen Verlauf Allen Ginsberg und die anderen Angeklagten von diesem Vorwurf freigesprochen wurden. Howl – Das Geheul verfilmt in experimentierfreudiger Weise das junge Leben des Allen Ginsberg, die Entstehungsgeschichte vom skandalträchtigen Howl und den Gerichtsprozess. Das Biopic bindet in die Spielszenen auch Archivbilder ein.

Das Regieduo Rob Epstein und Jeffrey Friedman wurde vor allem durch den Oscar-gekrönten Dokumentarfilm „The Times of Harvey Milk“ über eine Schlüsselfigur der amerikanischen Schwulenbewegung bekannt. In „Howl – Das Geheul“ geht es ebenfalls um Bürgerrechte und um die Freiheit der Kunst. Der facettenreiche Film funktioniert gleichermaßen als Porträt des legendären „Beat-Generation“-Lyrikers Allen Ginsberg (1926-1997) wie als Zeitdokument über einen bahnbrechenden Gerichtsprozess. Psychedelisch anmutende Animationsszenen, die die Rezitation von Ginsbergs Gedichten visualisieren, basieren auf dem 1996 erschienenen Buch „Illuminated Poems“ von Eric Drooker, das dieser gemeinsam mit Ginsberg veröffentlichte. Drooker war auch an dieser filmischen Umsetzung seiner Zeichnungen und Bilder beteiligt.