Do. 25.01.18, 20 Uhr: 2 x Sven Regener -Magical Mysterie (im Club Bambule)

Do. 25.01.18, 20 Uhr: 2 x Sven Regener -Magical Mysterie (im Club Bambule)

Regie: Arne Feldhusen (D 2017) mit Charly Hübner, Detlev Buck, Marc Hosemann (111 Min)

Karl Schmidt ist ein echter Pechvogel. Zuerst wird er nach einem Nervenzusammenbruch in die Psychiatrie eingewiesen. Nach seiner Entlassung muss er auch noch den verpassten Mauerfall verarbeiten. Um sein Leben in geordnete Bahnen zu lenken, zieht Karl kurzerhand nach Hamburg in eine betreute WG für ehemalige Suchtkranke. Doch als er durch Zufall seinen alten Kumpel Ferdi trifft, der als Techno-Pionier Erfolge feiert, wird alles anders. Ferdi plant eine “Magical Mystery”-Tour mit Karls altem Kumpel Raim und der DJane Rosa, die die Rave-Kultur der 1990er Jahre mit dem Geist der Flower-Power-Bewegung verbinden. Der wilde Haufen braucht einen Fahrer, der “garantiert” nüchtern bleibt, und weil Karl sowieso seinen lästigen Betreuer los werden will, sagt er spontan zu. Auf ihrem verrückten Roadtrip quer durch die Republik wandern sie von einer abgeranzten Spelunke zur nächsten und erleben Abenteuer, die meist in desaströsen Drogenabstürzen enden. Karl findet sich plötzlich in der Rolle des Aufpassers wieder, obwohl er selbst der allgegenwärtigen Versuchung durch Drogen widerstehen muss. Eins ist klar: Karl wird nach dem Trip nicht mehr derselbe sein.

„„Und allein deshalb schon ist der Film ungemein sympathisch. Es ist eine Wohltat, wie ungezwungen jeder einfach sein Ding durchzieht, ohne ängstlich darauf zu achten, ob da irgendjemand zuschaut. Magical Mystery, das auf dem Filmfest München seine Premiere feiert, und Ende August regulär in den Kinos startet, wirkt in der heutigen Komödienlandschaft wie ein Fremdkörper. Aus der Zeit gefallen. Das liegt sicher auch am Setting: Charts auf aufgedrucktem Papier? Deutsche Technomusik? Hier darf sich jeder zwanzig Jahre zurück in die Vergangenheit versetzt fühlen, ob er es nun will oder nicht. Auf eine Reise gehen, die irgendwie völlig sinnlos ist, einen aber doch fröhlich und doch auch wehmütig werden lässt. Oder um es mit Karls Worten zu sagen: Das ist alles irgendwie großartig. Aber auch großartig blöd.“ film-rezensionen.de