Das große Rennen von Belleville

Do. 20.07.18, 20 Uhr: Das große Rennen von Belleville (im Club Bambule)

Regie: Sylvain Chomet (F 2004) Animationsfilm (80 Min)

Champion wächst bei seiner Oma, Madame Souza, auf. Schon in sehr frühen Jahren schlägt sein kleines Herz für jegliche Form von Radsport. Als sie erkennt, dass in Champion ein Radlertalent schlummert, fördert sie ihn und nimmt für ihn die Rolle eines Mentors ein. Er wird ein Profi und nimmt an der Tour de France teil, wo er auf mysteriöse Weise gekidnappt wird. Madame Souza und Champions Hund, Bruno, vertrauen den Methoden der Behörden nicht und beschließen, sich selbst auf die Suche nach dem verlorengegangenen Sohn zu machen. Ihre Suche führt sie in den Ort Belleville, in dem sie auf drei ältere Damen treffen, die früher die anerkannte Jazz-Sängerinnen-Gruppe „The Triplets of Belleville“ bildeten. Die ‚Triplets‘ erkennen die verzweifelte Lage von Madame Souza und helfen der besorgten Dame und Bruno dabei, den vermissten Rad-Profi ausfindig zu machen.

„Das große Rennen von Belleville“ ist das, was „Findet Nemo“ nicht ist: originell. Wie hier einfach eine neue Trickästhetik erfunden wird – und das im zweiten Film des 1963 geborenen Chomet, dessen spätes Erstlingswerk „La vieille dame et les pigeons“ von 1998 nur ein (wenn auch gleichfalls oscarnominierter) Kurzfilm war -, deren skurrile Figuren und drastischer Humor die Grenzen des an Lieblich- und Nettigkeit so übersatten Genres neu ausloten, das hat eine Frische, die man aus Europa kaum erhoffen durfte. Schon die Geschichte, von Chomet selbst geschrieben, ist so bar jeglicher Plausibilität, daß sie geradezu ideale Voraussetzungen für das (im geglückten Fall) phantasiesprühende Medium Trickfilm bereithält.“ FAZ