Brügge…

Do. 13.06.19, 20 Uhr:  3 x Colin Farell: Brügge sehen und sterben (im Club Bambule)

Regie:Martin McDonagh (GB 2008) mit Colin Farrell, Brendan Gleeson, Ralph Fiennes, Clémence Poésy, Jeremier Renier, Thekla Ruten, Jordan Prentice (107 Min)

Mit seiner hochkarätigen Besetzung, der originellen Geschichte und der Wahl des außergewöhnlichen Schauplatzes Brügge gelingt dem gebürtigen Iren McDonagh, der für seinen Kurzfilm „Six Shooter“ bereits mit dem Oscar ausgezeichnet wurde, eine bitterböse, immer wieder überraschende und höchst pointierte Mischung aus temporeichem Krimi und schwarzer Komödie, die Vergleiche mit Quentin Tarantino und Guy Ritchie nicht zu scheuen braucht.

Seine Weltpremiere feierte BRÜGGE SEHEN… UND STERBEN? als Eröffnungsfilm von Robert Redfords renommiertem Sundance-Festival im Januar 2008.

Urlaub haben sie sich verdient, so viel ist klar. Zwar ist der letzte Auftrag in London nicht ganz nach Plan verlaufen, doch gerade deswegen können Ray  und Ken ein wenig Ruhe ganz gut vertragen. Aber ausgerechnet in Brügge?

Dort sitzen die beiden Auftragskiller zwischen malerischen Kanälen und mittelalterlichen Kirchen und warten tagelang auf einen Anruf von ihrem Boss Harry mit weiteren Instruktionen. Von gepflegter Langeweile kann allerdings keine Rede sein. Während Ken versucht, sich den kulturellen Reizen der mittelalterlichen Stadt zu widmen, entfacht Ray nach alter Gewohnheit sofort allerhand Krawall: Er prügelt sich mit Touristen, feiert wilde Partys mit dem zwergwüchsigen Hauptdarsteller eines surrealistischen Films und bändelt zu allem Überfluss auch noch mit der lokalen Schönheit Chloë an. Wen wundert’s, dass deren Ex-Freund davon wenig begeistert ist. Noch weniger begeistert von dem lärmenden Treiben aber zeigt sich bald auch der Boss. Deshalb erhält Ken nun den Auftrag, seinen Kumpel Ray ruhig zu stellen – und zwar endgültig…

„Letztlich darf neben all diesen hervorragenden schauspielerischen Leistungen nicht der eigentliche Hauptdarsteller vergessen werden, und das bleibt der Handlungsort selbst. Denn erst durch den Gegensatz von Brügges malerischer und etwas verschlafen wirkender Einzigartigkeit, und der in ihr angesiedelten großstädtisch-dreckigen Londoner Unterweltgeschichte, entfaltet „Brügge sehen… und sterben?“ eine ganz eigenwillige, sich scheinbar widersprechende Atmosphäre, die den gesamten Film durchzieht. Gepaart mit der abstrusen und in allen Belangen rabenschwarzen Handlung, offenbart sich hier fast schleichend ein kleines unauffälliges Juwel.“ filmstarts.de